2. Juli 2020

Von Reboots, Remakes, Prequels, Sequels, den neuen Filmmarkt-kurz, wie Hollywood uns den Rücken kehrt.


Ich habe keine Lust mehr. Hollywood, du Schlampe, du lässt dich so lange melken, bis die Milch sauer wird. Wo sind die guten Filme hin? Filme, die mich emotional fesseln, die mich zum Nachdenken bringen. Diese Filme die vor Epik strotzen und mir eine Geschichte erzählen ohne CGI-Orgie, aber gerne mit Pathos. Filme wie „Braveheart“, „Herr der Ringe“, „Der Soldat James Ryan“ und „Forrest Gump“ scheinen der Vergangenheit anzugehören. Ich setze nach wie vor meine Hoffnung in „Dunkirk“, diesen Film erwähnte ich bereits in meinem Artikel über Steven Spielberg.

Aber warum bin ich so sauer und warum nervt mich Kino gerade so sehr?

Nun, dazu müssen wir uns 2 Aspekte anschauen:

1. Der Recycle- Wahsinn

Zurzeit besteht das Kinoprogramm aus Reboots, Sequels, Prequels und Remakes. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Remakes waren schon immer ein Bestandteil der Geschichte Hollywoods. Vom ersten „Scarface“ über „Ben Hur“ zu „Titanic“. So ist der Film mit Al Pacino ein Remake genauso wie „Ben Hur“, der 11 Oscars gewann und dieses Jahr wieder geremaked wurde.

Leider gibt es aber auch weniger erfolgreiche Remakes, zum Beispiel „The A- Team“, der auch gleichzeitig ein Reboot werden sollte. Wohlgemerkt, sollte! Der Film floppte und wurde von allen Seiten zu Recht zerrissen.

Damit kann man noch Leben, denn die guten Remakes überwiegen. Eines, das ich mir wünschen würde, wäre Bram Stokers „Dracula“. Die Francis Ford Coppola Version ist eigentlich nur ein 3-stündiges Theaterstück mit Overacting, das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen, schaut mal rein! Oder ein neues,…denn sie wissen nicht, was sie tun“. Klar, der Hauptdarsteller müsste sich mit James Dean messen lassen, aber hey Hollywood, Reibung erzeugt Hitze.

Ich würde mir einfach wieder Mut wünschen. Stattdessen, werden jedoch Franchise aufgebaut, die nie welche werden sollten. So befinden wir uns mittlerweile bei Teil 8, der „The Fast and the Furious“-Reihe, „Saw“ bekommt eine neue Fortsetzung. Dieses Jahr wurde mit „Independence Day 2“ das ganze et absurdum geführt und vor kurzem erreichte uns der Trailer zu „Fluch der Karibik 5“. Auch das ist nichts neues, man denke an Freddy Krüger der mit 8 Filmen + ein Reboot aufwarten kann oder Jason Vorheers und Michael Myers. Aber langsam wird mir das echt zu viel. Das Harry Potter Universum wird gerade ausgeschlachtet und so soll „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ 5 (!) Teile umfassen. Wenn wir jetzt noch Comicverfilmungen dazu nehmen, die meistens auch noch fortgesetzt werden, dann ist das echt zu krass. Die Kuh wird eben gemolken. Denn das alles bringt unheimlich viel Geld ein. Doch am Ende hört man meistens bei allen denselben Satz: „Der erste Teil war noch richtig super, aber dann…“

2. Der asiatische Markt

Der asiatische Markt wird immer größer. Er ist so groß, dass wenn ein Film in Europa und Amerika floppt, er in Asien immer noch erfolgreich werden kann und somit nicht als Flop gilt. Hollywood hat das für sich erkannt. Filme wie „The Great Wall“ mit Matt Damon und „King Arthur“ mit Jude Law scheinen nur für diesen Markt konzipiert. Auch „Star Wars Rogue One“ wartet mit zwei bekannten Asiatischen Darstellern auf, um in Asien Erfolg zu haben. Dazu muss man auch sagen, das der Filmgeschmack in Asien sehr eigenwillig ist und nicht Jedermanns Sache.

Hollywood macht sich zur Schlampe, Hauptsache Geld verdienen. Aber ich als Cineast vermisse eben diese Filme mit atemberaubenden Soundtrack und beeindruckenden Bildern sowie einen Helden oder einer Heldin. Ich möchte keinen CGI-Salat, sondern wieder echt Kulissen und Masken. Ich möchte wieder, dass es nicht schon in der Produktion um Geld geht, sondern dass mit Geld, Geld verdient wird. Ich denke das Publikum wird es dankend annehmen. Denn Film imitiert die Realität und die Realität imitiert Film.


„Es ist nichts persönliches. Es geht ums Geschäft.“

Vito Corleone, Der Pate von Francis Ford Coppola


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