1. Dezember 2020

Von der Vergänglichkeit Hollywoods oder wie aus Sternen Staub werden;  kurz – über Steven Spielberg

15 Oscar Nominierungen

– 3 gewonnen

– 7 Einträge unter den 250 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten in der IMDB 

– mehrfache Golden Globe und Emmy – Gewinne

Fast jeder auf diesem Planeten hat mindestens einen Film von ihm gesehen und fast jeder kennt seinen Namen. Kein anderer ist so mit Hollywood verbunden wie Steven Spielberg. Steven Allan Spielberg ist ein Kind jüdischer Eltern. Zu seinen bedeutendsten Filmen zählt Schindlers Liste, wohl auch, weil er in diesem die Vergangenheit seines Volkes aufarbeitete und er selbst diesen Film als wichtigsten in seiner gesamten Karriere bezeichnet.

1975 drehte Spielberg im Alter von 29 Jahren den Film: Jaws – Der weiße Hai. Dieser Film gilt als erster Blockbuster der Filmgeschichte. Bereits mit 27 Jahren wurde er als Wunderkind bezeichnet. Es folgten Filme wie Jurassic Park, Minority Report, Catch me if you can, E.T. – Der Außerirdische und eben Schindlers Liste. Alle Filme oder Produktionen von ihm aufzuzählen würde hier bei weitem den Rahmen sprengen. Seine Zusammenarbeit mit Komponist John Williams ist genauso legendär, wie seine Freundschaft zu George Lucas.

Kein anderer, brachte uns Träume, Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen so nah wie er. Kein anderer schaffte es uns den Krieg so grausam und echt zu zeigen, wie Krieg leider ist. Spielberg reiht sich ein in die Hall of Fame der Regisseure neben Kubrick oder Hitchcock. Er ist Hollywood und er ist Geschichte.

Denn wie bei allen Genies ebbt der Erfolg irgendwann ab und nach dem Flop von BFG musste ich ein wenig schlucken, denn es tat mir leid. Sind wir ehrlich, seine letzten Filme waren kaum noch relevant und spielten nur unbedeutend Geld ein. Spielberg ist ein Dinosaurier geworden. Ein Stück vom alten Hollywood, das es anscheinend nicht mehr gibt. Er erzählt Geschichten und Märchen. Blockbuster und Actionfilme waren dabei nur das Resultat von Nebenproduktionen.

Nun wird er vergänglich und sein Name ist nur noch blass vorhanden. Denn Hollywood wurde von einer Traum- zur Geldfabrik. Dabei hat er sein Handwerk keinesfalls verlernt. Doch schnelle Geschichten mit viel CGI und wenig Aufwand, die doppelt so viel einspielen als sie an Ausgaben haben, bilden das neue Hollywood. Einheitsbrei aus Comic- und /oder Buchverfilmungen, Remakes und Reboots sind gefragter als ein schönes Drehbuch mit epischem Soundtrack und starkem Bildermaterial. Man könnte meinen nach dem dritten Teil von Herr der Ringe fand nicht nur die Buchreihe ihren Abschluss, sondern auch die Machart großer Filme. Zum Beweis dafür muss man sich nur die Der Hobbit Trilogie anschauen, die um weiten schwächer ist als ihr Vorgänger. Spielberg hat sich daran nie beteiligt, er hat immer das gemacht, was er wollte.

Er war nie unumstritten, aber anerkannt und das auch bei seinen größten Kritikern. Ich warte auf den einen Film von ihm, diesen einen großen Hollywoodfilm. Ein Film mit dem der Dinosaurier den Youngsters zeigt, dass er es immer noch drauf hat und Hollywood wieder zeigt, warum es Hollywood gibt und welche Macht davon ausgeht. Trotzdem steht meiner Meinung nach ein Schatten hinter ihm, einer, der auch als Wunderkind bezeichnet wird. Einer, der in den letzten Jahren relevant wurde, wie kein anderer, einer der bisher noch keinen einzigen Flop hatte: CHRISTOPHER NOLAN

Es gibt keinen Regisseur, dem ich mehr Respekt zollen möchte als Steven Spielberg. Denn seinetwegen wollte ich Filme machen, seinetwegen wollte ich nach Hollywood. Seinetwegen gibt es Blockbuster und seinetwegen gibt es mich, so wie ich bin. Dennoch, bevor ein Stern verglüht und nicht mehr als Asche ist, glüht er noch einmal auf. Du hast mich als Kind an die Hand genommen, du hast mir Angst vor Haien gemacht und ich kannte die Namen von Dinosauriern besser, als jede Matheformel und du hast aus einem Archäologie Professor einen Actionhelden gemacht. Du hast uns allen gezeigt warum Hollywood bis heute Träume verkauft.

Danke Steven.


 „Selbstverstümmelung ist der einzige Weg zur Erleuchtung.“

„Kino ist ein Vorwand, sein eigenes Leben ein paar Stunden zu verlassen.“

„Das Kino ist der Ausdruck unserer Träume. Genau das ist Kino: die Möglichkeit, unsere Träume zu übersetzen.“

STEVEN SPIELBERG

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