1. Dezember 2020

Na denn, guck doch was anderes ..?! Warum mir Youtube so schwer fällt…

Youtube…ich habe mich lange damit beschäftigt mich auch auf dieser Plattform breit zu machen.  Youtube hat sich entwickelt. Früher streamten wir größtenteils Musikvideos oder schauten uns lustige Videos auf jener Plattform an. Youtube ist groß geworden und Youtube kann heute jeder machen. Und aus „jedem“ wurden mittlerweile Stars, wie David Hain, Lefloid oder Gronkh.  So werden aus Namen  sogar Marken, mit denen eben jene Plattform Werbung macht.

Digger, mach mal Youtube

Und wer bin ich? Ich bin kein Blogger, ich bin kein Filmkritiker. Ich würde mich persönlich nie als so was bezeichnen. Das was ich mache, das mache ich mit Leidenschaft, weil es mich interessiert und weil ich diese Leidenschaft teilen möchte. Ich überlege und forme Artikel in meinem Kopf. Ich mache mir Gedanken und Notizen dazu, noch bevor ich mich ran setze und los tippe.

Auf meiner To- Do – Liste stehen immer Sachen über die ich schreiben möchte, doch wirklich schreiben, werde ich immer erst dann, wenn mich die Leidenschaft packt. Manchmal aus einer Emotion heraus, manchmal aus dem Beweggrund, das ich Sichtweisen erweitern will und manchmal einfach nur um zum Nachdenken anzuregen.

„Youtube, man guckt, man hört. Ich muss nicht lesen. Deine Artikel sind immer so lang. Du willst doch viral gehen. Mach Youtube!“

Das und ähnliche Sätze höre ich ständig.  Sie haben Recht mit dem was sie sagen und doch…doch bin ich unsicher. Ich habe 250 Kanäle abonniert und beschäftige mich seit einem Jahr intensiv mit Youtube. Wie funktioniert es?  Was macht andere so erfolgreich und …kann ich das auch?

Ich kann! Kann ich aber gleichbleibend hochwertige Qualität abliefern? Das weiß ich nicht. Wenn ich etwas möchte, das mit Infrontofwood oder KvisualPictures in Verbindung steht, dann Qualität. Ich möchte, das sich Leute auf ein neues Upload freuen. Das kann ich bisher noch nicht gewährleisten oder versprechen.

Daher bleibt bis auf weiteres Youtube eine Möglichkeit über die ich nachdenke, die ich in Angriff nehme, wenn ich der Meinung bin, das jetzt die Zeit dafür ist.

Ich habe monatlich ca. 200 Leser Tendenz steigend unter anderem in der Schweiz, Östereich und manchmal in den USA.  Schreiben kann ich viel, aber was habe ich davon mir selbst in die Tasche zu lügen? Gute Dinge brauchen Zeit und müssen sich entwickeln, das passiert nicht von heute auf morgen. Auf Youtube geht das schneller und ist transparenter.

Aber wenn von meinen Lesern, auch nur 2 sagen, man solle mal meinem Blog lesen, dann habe ich vielleicht schon 2 Leser mehr, davon bleibt einer oder eben keiner.  Aber sie haben davon gehört. das ist doch mal was.

Kritik geht doch auch anders

Eine andere Sache die mich an Youtube stört ist, das es mittlerweile soviel „Filmkritiker“ gibt und alle ihre Abonnenten haben.  Und ich mache ja nichts anderes. Ich setzt mich hin und schreibe und äußere meine Meinung. Aber ich versuche nichts schlecht zu reden. Guckt was euch gefällt. Meine Meinung ist kein Garant und hat kein Gewicht. Ich schreibe immer subjektiv und das was ich sehe oder was ich empfinde. Ich vermeide stets Superlative oder versuche zu überzeugen. Ich bin außen vor und, dass will ich auch immer sein.

Ich habe 4 Channels die ich mir anschaue:

  1. Filmkritik von Robert Hoffmann: Er ist ein Filmfan, das merkt man sofort. Seine Bewertungen sind immer souverän ob nun gut oder schlecht, aber sie geben immer Informationsgehalt und man kann sich seine eigene Meinung bilden.  Vorteile: – liebt Filme , lässt eine eigene Meinung zu …..Nachteile: oft schwankend in seiner Qualität , ist sehr bemüht
  2. Die Filmfabrik:  Das Gesicht, der Filmfabrik ist Alper. Sie machen häufig auch Videos über Fernsehserien und haben viele Specials für Filmfans und Cineasten. Vorteile: Man lernt wie Film funktioniert ohne „Fingerzeig“ oder Arroganz….. Nachteile: Alper ist manchmal sehr privat und lässt sich häufig gehen (rülpst etc.)  es fallen Wörter wie Scheiße oder Schrott.  Kritik sollte immer sachlich sein und anderen nichts versauen.  
  3. Nerdkultur: Ich liebe seine Videos, da steckt Liebe drin und er ist wie ich ein Poeta Doctus. Seine Videos sind immer einprägsam und prägnant.  Vorteile: bringt auf den Punkt was er sagen will, sehr leidenschaftlich in der Darstellung seiner Themen. Nachteile: Hypt sehr viel ist selten differenziert, von dem was er zeigt. Der Name ist Programm und wird entsprechend behandelt.
  4. Bei diesem letzten ist es schwer für mich objektiv zu bleiben. Emotional bin ich befangen. ich sehe bei ihm keine Vorteile ….eigentlich nur Nachteile. Forger. Forger ist jemand bei dem ich merke er hat sein Wissen über Filme, das ist unstreitbar. Er weiß sogar mehr als er müsste. Aber und das ist ein fettes Aber, der Typ macht mir Bauchschmerzen. Filme, die er nicht mag werden komplett zerissen, er findet Gründe dafür warum man sie nicht mögen sollte und untermauert seine Kritik mit seinem Fachwissen ohne jegliche Objektivität, ohne Spielraum für Diskussionen. Er macht mich sauer und wütend. Dann schau die Filme nicht. Lass es einfach sein, mit der Kritik.

Aber dann schau doch was anderes?!

Mit diesen Channels arbeite ich,  Ich höre mir verschiedene Meinungen an. Ich lese auf reddit und letzendlich schaue ich mir Filme selber an und bilde meine eigene Meinung.  Forger…nun ja … man kann von einem Film enttäuscht sein, man kann Fachwissen haben (das ich nicht habe), man kann über Filme streiten. Aber man muss sie nicht abgrundtief in den Dreck ziehen. Das hat meiner Meinung nach wenig mit Kritik zu tun. Filme zu kritisieren bedeutet für mich: Filme zu lieben. Und wie auch im Leben gibt es Gutes und Schlechtes. Aber ich muss niemanden überzeugen.

Eine Legende und was sie hinterlassen hat

Franc Tausch, war der Letzte der es zustande brachte Kritik so zu äußern, das man immer noch ins Kino ging. Er hat uns an die Hand genommen und stand er beratend zur Seite. Seine Kritiken waren stets konstruktiv, nie destruktiv. Er hat sich nie über die Dinge gestellt, sondern geliebt was er tut und fachmännisch beurteilt was er gesehen hat. Franc Tausch starb im August 2012 und was er zurückließ, war ein riesiges Loch, denn seine Kritiken hatten ihren ganz eigenen Charme und sein Satz: Viele Grüße aus Hollyood, wurde sein Signature.   Was er zurück gelassen hatte, war ein leerer Platz auf dem niemand sitzen kann, auch wenn es oft versucht wird.

Ich hoffe eines Tages einen Youtuber zu finden, dem es gelingt, an dem ich mich inspirieren kann.  Denn seine Erbe ist schwer zu erfüllen. Vielleicht werde ich dann den Mut finden zu Youtube zu gehen und mich daran zu messen.

Bis dahin werde ich schreiben und hoffen, das 1 oder 2 Leute monatlich dazukommen und lesen, sich ihre Meinung dazu bilden und mir die Treue halten.

„Tut mir leid, dass einige Tage keine neuen Videos gekommen sind. Wie ihr sicher bemerkt habt, ist es seit meiner Rückkehr aus meiner „Zwangspause“ immer noch sehr anstrengend für mich zu sprechen. Momentan besonders! Ich hatte euch ja zu dem Zeitpunkt  bereits gesagt dass das so kommen könnte….Bin immer noch bemüht eine kreative Lösung zu finden. Andernfalls steht nochmal eine kurze Videopause an.“

31. Juli 2012 Franc Tausch, via Facebook

 

 

 

 

 

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